Einwahl mit LINUX bei MyCity mittels analogem Modem
1. Gratisaccount:
Die Authentifizierung beim Gratisaccount erfolgt ueber
eine normale Terminal-Anmeldung.
1.1 Manuelle Anmeldung
Erfolgt die Anmeldung mehr oder weniger manuell, also
entweder ueber ppp-up/ppp-down oder eigene Shell-Scripte,
muss man selbst ein chat-Script erstellen.
Man kann mit Hilfe von zb minicom testweise eine Anmeldung
durchfuehren, um den Kommunikationsablauf zu erkunden.
Folgendes minimale chat-Script sollte auf jeden Fall
funktionieren :
TIMEOUT 55
ABORT "NO CARRIER"
ABORT BUSY
ABORT "NO DIALTONE"
ABORT ERROR
"" +++ATZ
# Initialisierungsstring des Modems. Hier zb. Elsa Microlink 33,6
OK ATS7=45S0=0S6=3L1V1X3&c1E1Q0
OK ATDT00718912174
CONNECT ""
host: ppp
login: <Account-Nr>.ppp
word: <Password>
Das bedeutet, dass keine Eintragungen in den Dateien pap-secrets
bzw chap-secrets in /etc/ppp benoetigt werden.
Auch brauchen keine besonderen Optionen fuer den pppd angegeben
werden (entweder in /etc/ppp/options oder direkt als
Kommando-Zeilenparameter beim pppd-Aufruf).
1.2 kppp
Verwendet man das pppd-Frontend von KDE, so ist wie folgt
vorzugehen :
Unter kppp-Konfiguration lassen sich die Zugangseinstellungen
bearbeiten. Unter Waehleinstellungen wird Script-basiert fuer die
Authentifizierung eingestellt.
Dafuer muss unter Login-Script eine Kommandofolge angegeben
werden. Diese sollte wie folgt lauten:
Expect ost:
Send ppp
Expect ogin:
Send <Account-Nr>
Expect word:
Send <Password>
Bei den restlichen Einstellungen gibt es keine Besonderheiten zu
beachten.
2. Premiumaccount
Die Authentifizierung erfolgt hier wahlweise ueber PAP oder CHAP.
Es muss hier die Besonderheit beachtet werden, dass die Verwendung
der VanJacobson Headerkomprimierung (VJHC) nicht moeglich ist.
Versucht man eine IP-Verbindung mit dieser Methode aufzubauen,
scheitert der IPCP-Ablauf zwischen den beiden ppp-Partnern und
die Verbindung wird abgebrochen.
2.1 Manuelle Einwahl
Da hier keine Terminal-Anmeldung erfolgt, ist ein reduziertes
chat-Script zu verwenden:
TIMEOUT 55
ABORT "NO CARRIER"
ABORT BUSY
ABORT "NO DIALTONE"
ABORT ERROR
"" +++ATZ
# Initialisierungsstring des Modems. Hier zb. Elsa Microlink 33,6
OK ATS7=45S0=0S6=3L1V1X3&c1E1Q0
OK ATDT00718912174
CONNECT ""
Die eigentlich Authentifizierung nimmt bereits der pppd vor.
Als Default-Methode wird CHAP vom pppd gewaehlt. Will man
dennoch auf PAP zurueckgreifen, so ist das explizit anzugeben.
Entweder durch Eintrag von +pap in /etc/ppp/options oder man
uebergibt +pap direkt an den pppd-Aufruf.
Auf jeden Fall muss die Account-Information in pap-secrets bzw.
chap-secrets eingetragen werden (/etc/ppp).
Die Syntax ist folgende :
# Secrets for authentication using CHAP/PAP
# client server secret IP addresses
"<Account-Nr>" * <Password> *
Das Problem mit VJHC loesst man, indem man novj in /etc/ppp/options
eintraegt oder durch Angabe von -novj beim pppd-Aufruf.
2.2 kppp
Verwendet man das pppd-Frontend von KDE, so ist wie folgt
vorzugehen :
Unter kppp-Konfiguration lassen sich die Zugangseinstellungen
bearbeiten.
Den Eintrag auswaehlen und bearbeiten. Es oeffnet das Fenster
*Zugang bearbeiten*. Unter *Waehlen* kann die Art der
Authentifizierung eingestellt werden. Fuer den Premium-Zugang
nimmt man CHAP.
Im selben Fenster weiter unten ist der Punkt :
*Bearbeite pppd-Argumente* zu finden. Im dort aktivierbaren
Dialog kann die notwendige Option novj an den pppd
uebergeben werden.
3. DNS
Je nach der verwendeten Distribution wird vom entsprechenden
Konfigurations-Programm irgendwann auch der Name des
DNS-Servers abgefragt. Letztendlich wird dabei aber immer
ein Eintrag in der Datei /etc/resolv.conf erzeugt.
Dort sollte etwas in der Art wie folgt enthalten sein :
------------8<------------------------------------
search mycity.at
nameserver 212.236.73.80
nameserver 212.236.73.36
------------8<------------------------------------
Natuerlich nur wenn Sie nicht selbst Ihren Linux-Rechner
als DNS-Server konfiguriert haben ;-)
4. Support
Treten trotzdem Probleme mit der Einwahl auf, so wenden
Sie sich an unseren Support. Fuer Linux-spezifische Fragen
koennen Sie sich direkt an :
support@hsd.at
wenden. Um die Beantwortung einfacher zu machen, werden folgende
Informationen benoetigt:
Distribution (SuSE, Debian, RadHat, .....)
Kernel-Version
Standard-Kernel / selbst compiliert
Modem-Typ
Account-Art Gratis/Premium
Einwahl-Tool (kppd, Scriptbasiert, ...)
Die jeweiligen Einstellungen zum Einwahl-Tool
Config-Files (/etc/ppp/options, ...)
Log-Files bzw. Auszuege daraus (/etc/messages)
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